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Das Konzept
Liebe Eltern und Interessierte unseres Maria-Alber-Kindergartens


Die jüngsten Friedberger Mitbürger liegen uns, dem Kinderheimverein, seit unserem Bestehen im Jahre 1854 gemäß dem Spruch

Das Juwel des Himmels ist
die Sonne
und das Juwel eines Hauses
ist das Kind


sehr am Herzen.

Von Ihren heutigen „Juwelen“ hängt das Morgen ab. Auf die Kinder bauen wir unsere Zukunft auf, denn was wir heute für unsere Kinder investieren, das gilt als Grundlage für die Gesellschaft von Morgen.

Neben dieser gesellschaftlichen Verantwortung verspüren wir auch eine Verpflichtung aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus. Jesus hat sich selbst auf die Seite der Kinder gestellt und schenkte Ihnen große Wertschätzung und Zuneigung.
Diese Achtung der Würde steht auch im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir wünschen unseren Erziehungskräften, dass sie täglich Freude und Kraft finden, um den Kindern Raum zu schenken, in dem sie sich wohl fühlen und sich und andere erfahren können.


Gudrun Keller – Buchheit
Geschäftsführerin



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Mit diesem Schriftstück halten sie die Konzeption des Kindergartens Maria Alber in ihren Händen. Die Konzeption gewährt ihnen einen Einblick in das Geschehen des Kindergartens und macht ihnen unsere Arbeit transparent. Wir hoffen, ihre Neugierde zu wecken für das, was Kinder in unserer Einrichtung erleben, erlernen und erfahren können.

Ihr Kindergartenteam Maria Alber

Leitbild und katholisches Profil

Als katholische Einrichtung sind wir dem christlichen Glaubensgut verbunden. Wir streben ein friedliches und harmonisches Miteinander an, das geprägt ist von Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Toleranz.

Zur Geschichte unseres Kindergartens

Der Kindergarten in Friedberg-West öffnete zum ersten mal im Oktober 1985 seine Pforten. Nach siebenmonatiger Bauzeit war endlich der Wunsch vieler Eltern aus Friedberg-West in Erfüllung gegangen und ein eigener Kindergarten wurde in diesem Stadtteil gebaut.
Die Trägerschaft übernahm der Kinderheimverein Friedberg unter dem damaligen Vorsitzenden Herrn Georg Fend.
Dank der tatkräftigen Unterstützung der Eltern wurde die Gartengestaltung im Juli 1986 abgeschlossen und die zunächst zwei Ganztagsgruppen fühlten sich sehr wohl im neuen Kindergarten.
In den darauffolgenden Jahren zeigte sich jedoch, dass sich der Stadtteil enorm vergrößerte und die Geburtenzahlen kontinuierlich stiegen. Im Kindergarten wurden die Plätze knapp und so wurde im September 1990 eine zusätzliche Gruppe als Übergangslösung im Mehrzweckraum des Kindergartens eingerichtet. Weil sich über die Jahre hinweg die Kindergartensituation nicht entschärfte entschied sich der Träger 1993 zu einem pavillonähnlichen Anbau. Im Frühjahr 1994 konnte dann die dritte Gruppe in ihre neuen Räumlichkeiten umziehen. Die Nachfrage nach Nachmittagsplätzen sank stetig, und aus diesem Grunde wurde 1997 auch die letzte Nachmittagsgruppe aufgelöst.
Der Kindergarten hatte nun seine endgültige Größe erreicht. Träger, Eltern und Erzieherinnen wünschten sich nun einen passenden Namen für den Kindergarten. Hier wurde die Entscheidung den Kindern überlassen.
Die Wahl fiel auf den Namen: Maria Alber


Die Tauffeierlichkeiten fanden in der gleichnamigen Kapelle statt. Die Heilige Maria, die nach der Erzählung den Reisenden in der weißen Pappel erschienen ist, hält bis heute ihre schützende Hand über unser Haus und seine Besucher.

Unser Stadtteil Friedberg – West

Derzeit besuchen unseren Kindergarten max. 78 Kinder aus dem Stadtteil Friedberg-West und aus St. Afra, vereinzelt auch Kinder aus benachbarten Gemeinden.
Friedberg-West hat sich in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven und von Familien bevorzugtem Stadtteil entwickelt. Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Wohnungen mit Gartenanteil prägen das Bild. Viele Familien, die hier wohnen haben mehrere Kinder.
Es gibt Spielplätze und Spielstraßen, auf denen sich die Kinder treffen. Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis ist bezeichnend für den Stadtteil. Durch die B300 und die Bahnlinie erfährt Friedberg-West eine Dreiteilung, die auch für die Kinder gewisse Nachteile mit sich bringt. So sind sie zum Beispiel stets auf ihre Eltern angewiesen, wenn sie Freunde aus anderen Teilen besuchen wollen. Als praktisch hat sich die direkte Straßenbahnhaltestelle "Friedberg Maria Alber" vor dem Kindergarten erwiesen.
Der Kindergarten ist also oft zentrale Stätte des Kontakts und der Begegnung. Unterschiedlichste Kinder kommen hier zusammen, um Gemeinschaft zu erfahren und sich für ihren weiteren Lebensweg zu rüsten. Durch Exkursionen und Ausflüge entdecken die Kinder ihren Stadtteil und erkunden ihr näheres Wohnumfeld.

Rahmenbedingungen

Derzeit besteht unser Kindergarten aus drei Gruppen. Jeder Gruppe steht ein
Intensivraum zur Verfügung. Darüber hinaus befinden sich im Haus ein Mehrzweckraum, eine kleine Küche, ein Büro, diverse Abstellräume, ein Hausmeisterzimmer und sanitäre Anlagen.
Die zwei Räume im Dachgeschoss werden zur Sprachförderung, musikalischen
Früherziehung und für Besprechungen genutzt. Auch unsere Bücher finden hier ihren Platz. Unser großzügiger, naturnaher Außenbereich ist für unsere Kinder sehr attraktiv.

Gesetzliche Grundlagen

Zuständig für den Bereich Kindergarten ist das Bay. Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Das bindende Gesetz für unsere Einrichtung ist das Bayrische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG). Auf ihm basieren der bayrische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) mit seinen Ausführungsverordnungen und die Bildungsleitlinien. Diese legen die Bildungs- und Erziehungsziele für die Kinderbetreuung fest.

Zum Schutz der seelischen, geistigen und körperlichen Unversehrtheit der uns anvertrauten Kinder, sind wir im Rahmen unseres Schutzauftrags dazu verpflichtet, bei Kindeswohlgefährdung entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Als Einrichtung tragen wir die Verantwortung für jene Kinder, deren Entwicklung und Wohlergehen gefährdet sind. Grenzverletzungen, verursacht durch Gesten, Worte, Handlungen oder eine Missachtung des Schutzraumes, bedeuten Gewalt gegen das Kind. In diesem Fall nutzen wir vor Ort Stellen und Behörden, die sich mit der Gefährdung des Kindeswohls befassen. Rechtliche Grundlage dafür sind §1 Abs.3 und §8a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG/SGB VIII).
Nach Abschätzung des Risikos können erfahrene Fachkräfte im Rahmen einer anonymisierten Fallbesprechung von der betroffenen Einrichtung konsultiert werden. Unser Träger, der Kinderheimverein Friedberg stellt uns für diese Aufgabe kompetente Fachkräfte zur Seite. Somit trägt dieses Netzwerk zur Prävention bei.

Welche Beweggründe leiten unsere pädagogische Arbeit im Kindergarten?

Der Großteil unserer Ziele ergibt sich aus den Bedürfnissen der Kinder. Durch die gezielte Beobachtung lassen sich deren Wünsche und Bedürfnisse erkennen.

Die Grundbedürfnisse des Kindes sind vor allem der Wunsch nach Anerkennung,
Sicherheit, Mitsprache und Freundschaft. Je nach ihrem Befinden benötigen sie Ruhe oder Bewegung.

Es gilt jedoch auch Erziehungsziele zu vermitteln die von Eltern, Erziehern, Träger und Staat für das Kind als wichtig und notwendig empfunden werden und die es auf sein späteres Leben vorbereiten.
Doch wie können diese Ziele einem Kindergartenkind altersentsprechend vermittelt
werden?
Hier kommt dem Spiel als Prinzip der Kindergartenpädagogik die allergrößte
Bedeutung zu. Für Kinder im Vorschulalter gilt die Regel:Spielen = Lernen


Unsere Ziele:

Sozialerziehung

Der Kindergarten ist eine familienergänzende Erziehungs- und Bildungseinrichtung.

Viele Kinder verlassen zum ersten Mal die Sicherheit ihrer Familie und müssen lernen sich in einer größeren Gemeinschaft zurecht zu finden.

• die Gruppenregeln helfen dem Kind, sich in der neuen Gemeinschaft zu
orientieren und geben ihm Sicherheit

• teilweise werden die Regeln gemeinsam mit den Kindern erarbeitet

• in Entscheidungsfragen dürfen die Kinder ihre Meinung frei äußern, müssen
aber auch Mehrheitsbeschlüsse der Gruppe akzeptieren

• die Kinder können sich in Kleingruppen z.B. Spielecken zusammenfinden,
wo sie spielerisch soziale Verhaltensmuster einüben. Hier können sich
auch Freundschaften entwickeln und festigen
• bei Konflikten geben wir den Kindern die Chance eigene Klärungsversuche
und Lösungen zu finden, wenn nötig unterstützen wir sie bei der
Konfliktbewältigung

• Im Bereich der Sozialerziehung spielt das Vorbild der Erzieher eine
wesentliche Rolle.


„Solange Kinder klein sind
gib ihnen tiefe Wurzeln
wenn sie älter geworden sind
gib ihnen Flügel“

Deepak Chopra

Erziehung zur Selbstständigkeit und Partizipation

Wir wollen das Kind zur Eigeninitiative und zum freien Handeln ermutigen.
Es soll Verantwortung für sein eigenes Tun übernehmen und lernen, nach seinen
Möglichkeiten Aufgaben und Arbeiten selbständig zu erledigen. Die Kinder sollen aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, die ihr Zusammenleben betreffen. Dies sind zentrale Werte einer demokratischen Gesellschaft, in der Toleranz, Vielfalt und Respekt schon früh gefestigt werden sollte.
Hierzu haben die Kinder täglich in den unterschiedlichsten Bereichen Zeit und Gelegenheit:

• Sie können sich zu bestimmten Zeiten frei entscheiden mit wem, womit und
wie lange sie spielen möchten.
• Sie übernehmen Aufgaben und Verantwortung innerhalb der Gruppe z.B.
aufräumen, abspülen, größere Kinder helfen kleineren Kindern.
• Sie werden dazu angehalten Handlungen des täglichen Lebens einzuüben
z.B. Hände waschen, an- und ausziehen.
• Sie werden bei der Planung des Tagesablaufes, bei Projekten und Aktionen
miteinbezogen. Hierzu finden z.B. Kinderkonferenzen im Stuhlkreis oder
schriftliche Befragungen der Kinder statt.
• Unser Ziel ist es, dass Kinder lernen Wünsche, Kritik und Beschwerden
angemessen zu äußern. Dadurch erfahren sie Wertschätzung und
fühlen sich als Person ernstgenommen.

Die Selbständigkeitserziehung ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie erleichtert dem Kind den Alltag und schafft die Basis eines gesunden Selbstwertgefühls.

„Hilf mir, es selbst zu tun, aber tu es nicht für mich“
Maria Montessori


Kreativitätserziehung

Das Ziel der Kreativitäts-/ Phantasieerziehung ist es durch spielerisches Gestalten die Bewegungsfreude, die Gestaltungsfähigkeit, die Aktivität und die Ausdrucks-möglichkeiten des Kindes zu fördern. In unserer Einrichtung haben die Kinder verschiedene Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung:

• am Maltisch stehen ihnen unterschiedliche Materialien zur Verfügung, um
ihre Kreativität auszuleben und ihre Ästhetik zu entwickeln
• in der Bauecke regen verschiedene Konstruktionsmaterialien zum
schöpferischen Tun an
• in der Puppenecke erhalten die Kinder durch vielfältige Utensilien Impulse
für phantasievolle Rollenspiele


Der Erzieher bietet zusätzliche Angebote im Freispiel sowie in Kleingruppen an.
Dazu gehören:

• Anregung für das bildnerische Gestalten
• rhythmisch-musikalische Bewegungserziehung
• Spracherziehung
• Anleitung zum Rollenspiel


Jedes Kind ist von Natur aus kreativ. Wir sehen es als unsere Aufgabe der natürlichen Kreativität der Kinder Raum zu gewähren und ihnen ihrem Entwicklungsstand entsprechende Anregung für eine freie Entfaltung ihrer Phantasie zu geben.

„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin,
als Erwachsener einer zu bleiben.“

Pablo Picasso


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Bewegung und Motorik

Gerade in der heutigen Zeit sind die Bewegungsmöglichkeiten der Kinder stark
eingeschränkt, was viele Bewegungsdefizite zur Folge hat. (z.B. Unruhe, Übergewicht, Haltungsschäden)
Unser Bestreben ist es dem entgegen zu wirken!

Bewegung ist ein Grundbedürfnis der Kinder, dem wir möglichst häufig in vielfältiger Weise nachkommen. Wir schaffen in unserer Einrichtung „Bewegungsräume“ in denen die Kinder die Möglichkeit haben ihre fein- und grobmotorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Wir fördern die körperliche Geschicklichkeit und Sicherheit und helfen dem Kind sein Körpergefühl lebendig zu erhalten und zu differenzieren.
Dies erreichen wir durch:
• gelenkte Angebote wie z. B. Tanz oder Turnen. Hier gibt der Erzieher die
Aufgaben vor
• freie Angebote, wie z.B. das Bällebad
• besonders wichtig ist uns der regelmäßige Aufenthalt im Garten. Die
unterschiedliche Beschaffenheit des Geländes motiviert die Kinder zu
vielfältiger Bewegung (z.B. Roller fahren, klettern, rutschen)


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Wir begleiten Kinder im Hinblick auf die Schulfähigkeit

Vorbereitung auf die Schule beginnt bereits mit dem Kindergarteneintritt. Um den Kindern Voraussetzungen für ein sinnvolles Lernen und Aufarbeiten von Erfahrungen zu geben, fließt die Förderung der Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit in alle Bereiche unserer pädagogischen Arbeit mit ein. Im Besonderen zählen dazu die sensorische Integration, d.h. die Kinder mit allen Sinnen (Hören, Sehen, Tasten...) ihre Welt erfassen zu lassen, die dabei gewonnenen Erkenntnisse zu verarbeiten und miteinander zu verknüpfen.
Schulisches Lernen kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Wahrnehmung sensibilisiert wird. Erst dann ist der Erwerb von Schrift- und Lesevermögen und das Operieren mit Zahlen und Formen möglich.

Im grobmotorischen Bereich können die Kinder Körper- und Raumerfahrungen entwickeln. Dies ist die Basis für späteres kognitives Lernen.
Z. B. nur wer rückwärts gehen kann, kann auch rückwärts rechnen.

Die Feinmotorik wird z.B. durch kneten, Perlenfädeln, verschiedene Maltechniken usw. gefördert. Dies geschieht, um die Handmuskulatur zu trainieren und zu kräftigen. Dadurch erleichtern wir später das Schreiben lernen.

Ausdauer und Arbeitshaltung werden z.B. im Stuhlkreis eingeübt indem die Kinder sich an Gesprächsregeln halten und sich über einen längeren Zeitraum auf etwas konzentrieren müssen.

Durch Lob und Ermutigung motivieren wir die Kinder offen zu bleiben für weitere
Lernerfahrungen. Dies beinhaltet auch Misserfolge zu ertragen und sich nicht entmutigen zu lassen. Im Kindergarten haben wir die Aufgabe Stärken und Schwächen der Kinder zu erkennen und die Kinder angemessen zu fördern.

Im letzten Jahr vor dem Schuleintritt bieten wir den Kindern zusätzliche Anreize, wie z.B. spezielle Angebote, Ausflüge oder Exkursionen an. Durch diese Aktionen und den engen Kontakt zur Schule möchten wir Unsicherheiten und Ängsten entgegenwirken. Die Kinder sollen langsam ihr gewohntes Umfeld erweitern, sie sollen sich sicher und gestärkt fühlen und so den Übergang in die Schule möglichst fließend bewältigen.

Gemeinsam mit den Eltern füllen wir vor der Schuleinschreibung den Fragebogen „Informationen für die Grundschule“ aus. Hier haben wir die Möglichkeit im Gespräch letzte Unsicherheiten bezüglich der Einschulung zu klären. Der Schule übermitteln wir so erste Informationen über das zukünftige Schulkind.

Wir bereiten die Kinder spielerisch auf die Schule vor und erhalten ihnen somit die Freude am Lernen.

„Lernen wie man lernt“

Kinder müssen lernmethodische Kompetenzen entwickeln, d.h. sie müssen wissen:

• dass sie lernen
• wie sie lernen
• was sie lernen und
• wie sie es gelernt haben.

Dies ist die Grundlage für späteres schulisches Lernen und damit für lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen.

Als erweitertes Angebot für unsere Kinder führen wir spezielle Programme
durch, dazu zählen:

• Trainingsprogramm zum Schriftspracherwerb
• Zahlenschule, ein Konzept zur frühen mathematischen Bildung
• Vorkurs D240
hier erhalten Kinder mit und ohne Migrationshintergrund in Zusammenarbeit mit der Schule eine gesonderte Sprachförderung. Dieser „Vorkurs Deutsch“ beträgt insgesamt 240 Stunden und wird über die letzten beiden Kindergartenjahre zur Hälfte vom Kindergarten und zur Hälfte von der Grundschule durchgeführt.

Religiöse Erziehung, Vermittlung von Werten und Entwicklung der Emotionalität

Die Grundlage der Religiosität sind Erfahrungen, die Kinder untereinander und zusammen mit dem Erwachsenen erwerben. Im Zusammenleben und durch Erfahrungen in der Gruppe wollen wir dem Kind die Möglichkeit geben menschliche Grundhaltungen wie Rücksichtnahme, Wertschätzung, Offenheit, Vertrauen, Toleranz, Beziehungsfähigkeit und die Achtung vor der Schöpfung zu entwickeln. Sie sind Basis unserer christlichen wie auch anderer religiöser Haltungen.
Bei uns lernen die Kinder mit den Eigenheiten und Einschränkungen ihrer Gruppenmitglieder umzugehen und sie als Teil ihres Alltags zu integrieren. Auch religiöse Feste und Feiern, die wir im Kindergarten erleben, sind ein fester Bestandteil unseres Kulturkreises. Sie sind Höhepunkte, die das Kind in seiner emotionalen Entwicklung unterstützen.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Zielen, die für unsere pädagogische Arbeit sehr wichtig sind. Dazu zählen z.B. die mathematische Bildung, Naturwissenschaft und Technik, Medienerziehung und die Hinführung zu einer gesunden, verantwortungsbewussten Lebensweise.



Ein Tag im Kindergarten (Aus der Sicht eines Kindes)



„Meine Mama bringt mich um 7.30 Uhr in den Kindergarten. Zuerst bin ich in der Bärengruppe im Frühdienst, um 8.00 Uhr gehe ich dann in meine Gruppe.
Bis spätestens 8.45 Uhr sind alle meine Freunde da. Beim Morgenkreis werden alle Kinder begrüßt. Jetzt dürfen wir auch in die Spielecken gehen. Wenn ich in keine Ecke gehen möchte, kann ich mir aussuchen mit wem und mit was ich spielen möchte. Oft ist der Maltisch schon besetzt, dann spiele ich gerne Memory oder lasse mir etwas vorlesen. Unser Brotzeittisch ist immer gedeckt, da kann ich essen, wann ich möchte. Manchmal gehen wir in kleinen Gruppen in das Beschäftigungszimmer. Dort dürfen wir zusammen lernen, basteln, singen und vieles mehr. Gerne gehe ich auch zum Turnen, davor ziehe ich meine Turnkleidung und meine Glitzerschuhe an.
Gegen Mittag räumen wir alle gemeinsam auf. An manchen Tagen machen wir noch einen Stuhlkreis, wo wir zum Beispiel singen oder spielen. Ganz toll ist es auch wenn wir zusammen ein Fest feiern oder ein Kind Geburtstag hat. Ich freue mich immer wenn wir in den Garten können, da treffe ich mich mit meinen Freunden aus den anderen Gruppen.
Um 12.15 Uhr kann ich abgeholt werden. Manchmal bleibe ich aber auch länger. Im Mittagsdienst kann ich noch essen und danach spielen, bis alle Kinder langsam abgeholt werden. Um 15.00 Uhr wird der Kindergarten abgesperrt und ich freue mich schon auf den nächsten Kindergartentag.“


Beobachtung und Dokumentation

Um die Entwicklung des Kindes festzuhalten, erstellen wir in regelmäßigen Abständen standardisierte Beobachtungsbögen. Diese helfen uns, das Kind in seinem Entwicklungsstand zu erfassen und gegebenenfalls darauf zu reagieren.

Wir verwenden folgende Beobachtungsbögen:

Perik (Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag)
Dieser Bogen wird bei Kindern ab 3,5 Jahren verwendet und bezieht sich auf die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder.
Seldak (Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern)
Dieser Bogen wird bei Kindern ab 4 Jahren verwendet und dokumentiert die Sprachentwicklung und Sprachkompetenzen der Kinder.

Sismik (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen)
Dieser Bogen wird ebenfalls bei Kindern ab 4 Jahren eingesetzt und begleitet und reflektiert die Sprachentwicklung bei Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Unsere Rolle als Erzieher

Die Rolle des Erziehers ist sehr vielschichtig, unter anderem sind wir:

• Vorbild
• Bezugsperson
• Erziehungspartner
• Beobachter
• Spielpartner
• Mittler im sozialen Gefüge
• Aufsichtsperson
• Lehrender und Lernender zugleich
• Vermittler von Werten und Normen
• Organisator

Team

Als Team wollen wir die Aufgaben, die an uns herangetragen werden gemeinsam
meistern. Wir treffen uns regelmäßig zu Teamsitzungen. Jeder Gruppe steht eine Vor- und Nachbereitungszeit zur Verfügung. Um unser Fachwissen zu erweitern und zu aktualisieren nehmen wir an Fortbildungen teil. Einmal im Jahr findet eine Teamfortbildung statt, in der das gesamte Team an einem Thema arbeitet. An diesem Tag bleibt der Kindergarten geschlossen. Obwohl wir als Team zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen, gestehen wir den einzelnen Gruppen Eigenständigkeit in Planung und Handlung zu, damit wir auf die Bedürfnisse Ihrer Kinder individuell eingehen können.
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften


Zusammenarbeit mit den Eltern


Eltern sehen wir als Partner, die wir in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen und ergänzen wollen. Das Kindergartenteam ist Ansprechpartner in Erziehungsfragen und bietet fachlich kompetente Hilfen bei Schwierigkeiten und Problemen an. Sollten unsere Hilfen nicht ausreichen, besteht jederzeit die Möglichkeit sonderpädagogische Hilfsdienste ( z. B. Frühförderstellen) zu Rate zu ziehen.

Wir sind gesprächsbereit und führen kurze „Tür- und Angelgespräche“. Für ausführliche Gespräche bieten wir ihnen Termine an, in denen wir ungestört ihr Anliegen besprechen können.

Wir sind offen für ihre Anregungen und Wünsche, nehmen ihr Anliegen ernst und können mit konstruktiver Kritik umgehen. Regelmäßige Elternumfragen geben uns Aufschluss über ihre Vorstellungen und Wünsche und wir sind bemüht, diese in unsere Arbeit mit einfließen zu lassen.

Wir freuen uns über die Unterstützung der Eltern, die uns die Möglichkeit geben auf zusätzliche Hilfen und Kompetenzen zurück greifen zu können. Viele Aktionen und Projekte wären ohne ihre tatkräftige Mithilfe nicht möglich.

Wir „öffnen“ unsere Einrichtung, damit sie die Möglichkeit haben unsere Arbeit kennen zu lernen (z. B. Elternbesuchstage ).

Elterninformationen an den Pinnwänden geben ihnen Aufschluss über unsere pädagogische Arbeit, durchgeführte und geplante Aktionen sowie über Termine, die für sie wichtig sind.

Elternabende, die von Referenten oder dem Kindergartenpersonal durchgeführt werden sind eine weitere Informationsquelle die sie nutzen können. An diesen Abenden haben sie die Möglichkeit sich über vielfältige pädagogische Themenbereiche, die oft einen aktuellen Bezug zum Kindergartengeschehen haben, zu informieren.

Der Elternbeirat fungiert als Bindeglied zwischen Eltern und Kindergarten und hat ein gemeinsames Ziel: „Das Wohl des Kindes“.

Der Elternbeirat – Bindeglied zwischen Kindergartenteam,Träger und Eltern

Zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres wird ein Elternbeirat gewählt, der sich aus Elternvertretern und Stellvertretern zusammensetzt.
In etwa vier öffentlichen Sitzungen werden zusammen mit dem Kindergartenteam und interessierten Eltern aktuelle Themen, Termine, Wünsche und Anregungen vorgestellt und erörtert.

Für den Kindergartenbeirat bedeutet dies konkret:

• Mitsprache bei Anschaffungen, die aus den Erlösen von
Elternbeiratsaktionen finanziert werden
• Anhörung bei Personalangelegenheiten
• Planung und Mithilfe bei Kindergarten-Festen (Sommerfest,
Osterfrühstück)
• Weitergabe von Wünschen und Anregungen der Eltern an das Kindergartenteam
• Kooperation mit dem Träger

Der Elternbeirat versucht, all diesen Anforderungen gerecht zu werden – ein gutes Gelingen ist nur dann garantiert, wenn viele Eltern mithelfen.


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Sommerfest 2014

Förderung und Begleitung bei Übergängen

Eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben von Kindern ist die Bewältigung von
Übergängen. Diese können den Entwicklungsprozess des Kindes vorantreiben oder auch zurückwerfen. Fachkräfte im Kindergarten begleiten und fördern die Bewältigung von Übergängen und helfen Kindern wie Eltern sich auf die neuen Situationen einzulassen.

In der Praxis sieht das so aus:

Übergang vom Elternhaus in den Kindergarten

Der erste Kontakt zum Kindergarten bietet sich für die Familien am „Tag der offenen Tür“. Kinder und Eltern haben hier die Möglichkeit die Einrichtung und das Personal unverbindlich kennen zu lernen.
Einige Wochen später erfolgt das persönliche Anmeldegespräch mit der Kindergartenleitung. Hier werden formale und persönliche Anliegen geklärt.
An einem ersten Elternabend, nur für die neuen Eltern, vertiefen wir die Zusammenarbeit und die Eltern werden über alle Notwendigkeiten betreffend des Kindergartenalltags informiert. Hier bietet sich auch die Gelegenheit die anderen neuen Eltern kennen zu lernen und erste Kontakte zu knüpfen.
In den Sommermonaten laden wir die zukünftigen Kindergartenkinder gemeinsam mit ihren Eltern zu einer Schnupperstunde in den Kindergarten ein. Dies soll den Kindern helfen Unsicherheiten und Ängste zu überwinden und fördert erste Kontakte zwischen Kindern und Betreuungspersonal.
Im September ermöglichen wir eine sanfte Eingewöhnungsphase, den Bedürfnissen der Kinder entsprechend. In der ersten Zeit verkürzen wir wenn Möglich die tägliche Betreuungszeit, um ein behutsames Einleben in den Gruppenalltag zu gewährleisten.
In der Regel dauert die vollständig Eingewöhnung der Kinder meist mehrere Monate.

Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

Einer der wichtigsten Übergänge im Vorschulalter ist der Eintritt in die Schule. Um die
Kompetenzen der Kinder zu stärken und ihnen Selbstvertrauen und Sicherheit zu
vermitteln ist das Thema Schule immer wieder Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Für eine gelingende Schulvorbereitung und Übergangsbewältigung ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern, Kindergarten und Grundschule unbedingt erforderlich.

Wir festigen den Kontakt zur Schule indem wir gemeinsam als Kindergartengruppe den Schnupperunterricht in der Schule besuchen.
Je nach Möglichkeit besuchen auch die Schulkinder der ersten Klassen den Kindergarten und berichten von der Schule.
Eine besondere Attraktion sind auch Aufführungen und Theaterstücke der Schüler, zu denen wir immer wieder eingeladen sind.
Besuche der Grundschullehrerinnen im Kindergarten sind ein fester Bestandteil der Kooperation zwischen Kindergarten und Schule. Ein reger Austausch zwischen Lehrern und Erziehern ermöglicht das Verfolgen gemeinsamer Ziele und erleichtert so den Kindern den Start in den neuen Lebensabschnitt als Grundschüler.
Der Kindergarten arbeitet vor allem mit jener(n) Grundschule(n) zusammen, die sich in der näheren Umgebung befindet(n). Nicht auszuschließen ist, dass Kinder später in eine andere Schule kommen.


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Besuch der Vorschulkinder in der Schule

Mit wem arbeiten wir zusammen? (Öffentlichkeitsarbeit):


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Aufnahme in den Kindergarten

In der Regel werden bei uns Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Nach
Platzmöglichkeit werden aber auch Kinder unter drei Jahren aufgenommen.

Öffnungszeiten

Täglich von Montag bis Freitag von 7.30–15.00 Uhr
Die Kinder werden in der Regel von 8.00-13.00 Uhr in ihren Stammgruppen
betreut. Ab 13.00 Uhr verteilen sich die Kinder auf die jeweiligen Mittagsangebote.
Die Betreuung des Frühdienstes (7.30-8.00 Uhr) findet in der Bärengruppe statt

Mittagessen


Zwischen 13.00 und 13.30 Uhr essen alle Kinder zu Mittag. In dieser Zeit sollte die Essensruhe der Kinder nicht gestört werden. Die Eltern können hierbei wählen, ob ihr Kind am warmen Mittagessen der Einrichtung teilnimmt, oder selbst eine Brotzeit von zu Hause mitbringt.

Kosten pro Mahlzeit 2,90€

Buchungszeiten und Beitrage monatlich:

Unter 4 Stunden 81 Euro
4 bis unter 5 Stunden 84 Euro
5 bis unter 6 Stunden 87 Euro
6 bis unter 7 Stunden 90 Euro
7 bis unter 8 Stunden 93 Euro

Geschwisterkinder erhalten eine Beitragsermäßigung. Kinder im letzten
Kindergartenjahr vor der Einschulung sind in unserer Einrichtung beitragsfrei.
(Staatlicher Zuschuss)

Spielgeld 4.50 Euro (im Grundbeitrag enthalten)
Buchungsgebühren 0,50 Euro (im Grundbeitrag enthalten)
Getränkegeld 3,50 Euro (wird halbjährlich bar eingesammelt)

Mitzubringen sind:
Kindergartentasche mit gesunder Brotzeit
Turnbeutel mit Turnkleidung
Hausschuhe
Tasse oder Becher
Bitte beschriften Sie alle persönlichen Gegenstände ihres Kindes mit Namen!

Ferienregelung

Das Kindergartenjahr beinhaltet maximal 30 Schließtage.
Die aktuelle Ferienregelung entnehmen sie dem Aushang.

Kontaktdaten

Kindergarten Maria Alber
Friedrich-Schuck-Str. 10
86316 Friedberg
Tel. 0821/665177
[mail maria.alber@kinderheim-friedberg.de][/mail]

Schlusswort


Wir freuen uns über ihr Interesse an unserer Konzeption.
Sie haben nun einen kleinen Einblick in unsere Arbeit bekommen.
Möglicherweise sind noch viele Fragen offen geblieben. Sie können sich jederzeit an
uns wenden, denn diese Konzeption soll den persönlichen
Dialog nicht ersetzen.
Wir wünschen ihnen und ihrem Kind eine schöne Kindergartenzeit.

Ihr Kindergartenteam


Die Konzeption wurde vom Kindergartenteam unter Mithilfe einiger Eltern erstellt. Ein besonderes Dankeschön an Frau Doris Herschke, die für uns das Deckblatt der Konzeption gestaltet hat.


Stand: April 2015




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